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Autorin

Heicke Bicher Seidel

Heike Bicher-Seidel


Mein Name ist Heike Bicher-Seidel. Ich wurde 1969 in Attendorn, einer Kleinstadt im Sauerland, geboren, in der ich eine glückliche Kindheit und Jugend verbrachte.

 

Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Gesamthochschule Essen arbeitete ich zehn Jahre in einer großen Spedition, zuerst als Leiterin der Revision, später als Niederlassungsleiterin. Vielleicht war es eine zwangsläufige Entwicklung, dass ich mich nach der intensiven Beschäftigung mit Buchhaltungsthemen der Fiktion zugewandt habe.

 

Im Jahr 2000 lernte ich meinen Ehemann Eckhard kennen, wir heirateten zwei Jahre später in Xanten und ließen uns am Niederrhein in Moers nieder. 2005 kam unser Sohn David zur Welt, den ich die nächsten vier Jahre hauptberuflich mit viel Engagement verzogen habe. Seit 2008 leben wir in die Heimat meines Mannes ins Saarland.

 

2009 fiel mir die Stellenausschreibung eines Bildungsträgers in die Hände, der Lehrpersonal für kaufmännische Fächer suchte. Das kann ich, dachte ich mir, aber schon einen Monat später arbeitete ich als sopzialpädagogische Betreuerin für junge Erwachsene. Wie das Leben eben manchmal so spielt, habe ich damit eine Berufung gefunden, die mich ausfüllt und glücklich macht. Nachdem ich jahrelang Begabungen herausgekitzelt und Bewerbungen geschrieben habe, arbeite ich heute als Existenzgründungsberaterin.

 

Das Verfassen von Texten hat mir schon immer Spaß gemacht. (Ja, es macht mir tatsächlich Spaß, die Besonderheiten einer Person herauszuarbeiten und daraus ein Bewerbungsanschreiben zu formulieren.) Zur Schriftstellerei bin ich erst spät gekommen. Seit ich 2014 meine erste Geschichte zu Papier brachte, ist das Schreiben für mich eine süchtig machende Beschäftigung geworden, bei der endlich einmal alle machen, was ich will!

 

Ich feue mich, wenn euch meine Figuren und Geschichten gefallen. Kommentare und Anregungen sind herzlich willkommen.  

Lebendkontrolle

Lebendkontrolle: Ein Begriff aus dem Strafvollzug.
Vollzugsbeamte prüfen in regelmäßigen Abständen die körperliche Unversehrtheit von Gefangenen.
Eine Maßnahme, die unter anderem verhindern soll, dass sich ein Häftling suizidiert.

Ihr neuer Job als Justizvollzugsbeamtin macht die 28-jährige Nina glücklich. Aber der Job ist momentan leider auch alles, was sie glücklich macht. Frisch von ihrem langjährigen Lebensgefährten getrennt und in einer neuen Stadt, fühlt sie sich einsam und konzentriert sich ganz auf ihre beruflichen Aufgaben. Eine dieser Aufgaben heißt Julian Kanter.

Nach einem Suizidversuch kehrt Julian aus der Psychiatrie zurück in die JVA. Lebendkontrollen sollen verhindern, dass er nicht doch noch den ultimativen Ausweg wählt. Ninas Aufgabe ist es, regelmäßig in seiner Zelle nachzusehen, ob Julian noch lebt.

Sie mag den intelligenten Mann mit den warmen braunen Augen und möchte ihn aus seiner selbstauferlegten Isolation herausholen. Nur langsam öffnet er sich ihr und der Blick in seine Abgründe macht ihr klar, dass Julian eine Aufgabe darstellt, die sie an ihre Grenzen führen wird.

 

Blau

Der Anfang des Kreises


Stell dir vor, du findest einen blauen Mann in deinem Zimmer. Nicht betrunken, wirklich blau.
Mitten in der Nacht stolpert Mia, die 22 jährige Politikstudentin über einen bewusstlosen Mann. Zuerst glaubt sie an einen schlechten Scherz ihres Bruders, aber als sie sich den Mann näher ansieht, ist seine Haut blau und als er erwacht, ist ihr freier Wille verschwunden. Emron, der halbmenschliche Sohn des Regenten der Erde, ist 620 Jahre durch die Zeit gefallen und ebenso verwirrt, wie die merkwürdige Frau, die er rasch unter Kontrolle bringen muss, damit sie nicht schreiend davon läuft.
Aber nach dem ersten Schock denkt Mia gar nicht mehr daran, wegzulaufen, viel zu fasziniert ist sie von dem Mann mit den intensivblauen Augen. Stattdessen zeigt sie ihm ihre Welt und Emron sieht zum ersten Mal, was es für einen Menschen bedeutet, frei zu sein. Die enthusiastische und eigensinnige Mia verändert seine Sicht auf die Welt und erobert sein Herz. Aber die Beziehung zwischen der emanzipierten Greenpeace-Aktivistin und dem in seiner Zeit als Gott verehrten Herrscher über die Menschen hat ihre Tücken.
So beginnt die Reise von Emron und Mia durch die Zeit, mit der sie ihr Schicksal erfüllen und die Welt verändern.